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Gesunder Schlaf

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

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Gesunder

SCHLAF

NICHT

VERPASSEN:

Sinnvolles Schlaftracking

Prof. Dr. Christoph Schöbel erklärt,

wie Schlaftracking präventiv eingesetzt

werden kann

Seite 03

Schlaflos in Deutschland

Prof. Dr. Ingo Fietze zu Diagnose- und

Therapiemöglichkeiten bei Insomnie

Seite 06

Schlaf-Wach-Rhythmus

So gibt Melatonin den Takt an!

Seite 10

studiolh

“Eine gut durchdachte und konstante

Schlafroutine hilft nicht nur beim

Einschlafen - sie hält auch den

gesamten Tag lang an!“

Schlafcoach und Schlafexperte Markus Kamps

gibt wertvolle Tipps für eine gesunde Schlafroutine und

die passende Schlafumgebung.


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT

IN DIESER AUSGABE MÄRZ 2023

studiolh

Anette Blum

Lachen und Schlaf

sind die beste Medizin:

Achten Sie im

Sinne Ihrer Gesundheit

auf einen gesunden

und erholsamen

Schlaf! Denn

Schlaf ist keine

Zeitverschwendung.

FOTO: SHUTTERSTOCK_1799920807

IN DIESER AUSGABE

07

Schlaf ist die beste Medizin

Schlaf ist das wichtigste Regenerations- und Reparaturprogramm des Menschen.

Natürliche Hilfsmittel bei Einund

Durchschlafstörungen

Dr. Stefan Noé im Interview

08

Schnarchen und Schlafapnoe

Wann es für Betroffene gefährlich

werden kann

Project Manager: Anette Blum, Business Development

Health: Miriam Hähnel, Geschäftsführung: Richard Båge

(CEO), Philipp Colaço (Managing Director), Alexandra

Lassas (Content and Production Manager), Henriette

Schröder (Sales Director), Lea Hartmann (Grafik),

Cover & Illustrationen: Lea Hartmann artstudiolh,

Mediaplanet-Kontakt: [email protected]

Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet

sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag

Deutschland GmbH.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die

gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich,

weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche

Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle

Geschlechter.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

Dr. Hans-Günter

Weeß

Schlafmediziner,

Autor und Vorstandsmitglied

der Deutschen

Gesellschaft für

Schlafforschung

und Schlafmedizin

(DGSM)

BUCHTIPP

Text

Dr. Hans-Günter

Weeß

Wenn wir uns abends in unser Kissen

kuscheln und sanft in Morpheus'

Arme gleiten, dann beginnt für

unseren Körper die Arbeit. Denn

der gesunde Schlaf ist das wichtigste Regenerations-

und Reparaturprogramm des Menschen.

Die Schäden des Wachseins werden repariert und

Energiespeicher aufgefüllt. Aus diesem Grunde

verbraucht unser Organismus im Schlaf nahezu

so viel Energie wie im Wachen. Schlaf ist u.a. ein

Gedächtnisbooster und Stimmungsregulator. Aber

er hat noch viele weitere Aufgaben: Er ist wichtig

für unser Immunsystem, die Zellteilung und

Zellneubildung, die Fortpflanzungsfähigkeit und

schützt uns vor zahlreichen Erkrankungen, so z. B.

vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, psychischen

Störungen und Alterserkrankungen, wie

Parkinson und Demenz.

Aber für viele Menschen heißt es am Abend, wenn

sie ins Bett gehen: „Augen zu und durch!“ Sie leiden

an einer der über 50 wissenschaftlich zu unterscheidenden

Schlafstörungen. Zu den häufigsten

Schlafstörungen zählen die Ein- und Durchschlafstörungen,

im Fachbegriff Insomnie genannt.

Je nach Studie leiden zwischen sechs und zehn

Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen

Insomnie. Damit stellt sie eine Volkskrankheit

dar. Ungefähr ein weiteres Drittel der

Bevölkerung schläft schlecht, erfüllt aber noch

nicht die medizinischen Behandlungskriterien.

Circa ein Drittel der Bevölkerung schnarcht, Ältere

häufiger als Jüngere und ebenso Männer häufiger

als Frauen. Allerdings nimmt der Anteil der Frauen

nach der Menopause deutlich zu, wenn das weibliche

Sexualhormon Progesteron mit seiner unter

anderem auch gewebestraffenden Wirkung auf die

oberen Atemwege wegfällt. Schon Tucholsky sagte:

“Gott schenke uns Ohrenlider.“ Schnarchende können

ihren Bettpartnern den Schlaf rauben, da sie

Lautstärken von bis zu 90 Dezibel entwickeln. Dies

entspricht ungefähr der Lautstärke eines Lkws, der

durchs Schlafzimmer fahren würde.

Drei bis sechs Prozent der Bevölkerung leiden an

einem krankhaften Schnarchen, das durch Atemstillstände

im Schlaf gekennzeichnet ist. Bei der

häufigsten Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen,

der obstruktiven Schlafapnoe, ist ein

erhöhtes Gesundheitsrisiko für Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, wie z. B. Bluthochdruck, Herzinfarkt

und Schlaganfall, gesichert. Darüber hinaus

führt eine begleitende erhöhte Schläfrigkeit am

Tage zu vermehrten Unfällen im Straßenverkehr

und am Arbeitsplatz.

Unser Gesundheitssystem hat den Schlaf der

Menschen verschlafen. Nur so lässt sich die

hohe Chronifizierungsneigung von z. B. Ein- und

Durchschlafstörungen erklären. 70 Prozent der

Betroffenen leiden länger als ein Jahr. Vor dem

Hintergrund, dass viele Betroffene eine symptomatische

Behandlung mit Schlafmitteln ablehnen und

evidenzbasierte Behandlungsansätze der Kognitiven

Verhaltenstherapie für Ein- und Durchschlafstörungen

nicht flächendeckend vorhanden sind,

suchen viele Hilfe in einer schlafmedizinischen

Schattenwirtschaft. Selbst ernannte Schlafexperten

bieten Kurse und Behandlungen an, ohne dass sie

eine qualifizierte schlafmedizinische Ausbildung

aufweisen können.

Für viele Menschen heißt es

am Abend, wenn sie ins Bett

gehen: “Augen zu und durch!“

Sie leiden an einer

Schlafstörung. Zu den

häufigsten zählen die Ein- und

Durchschlafstörungen, im

Fachbegriff Insomnie genannt.

Es werden Milliarden ausgegeben für technische

Schlafhilfen. Gemäß des Marktforschers Global

Market Insights sollen es weltweit bis in fünf Jahren

27 Milliarden sein. Sleeptracker und Apps

werden zur Vermessung des eigenen Schlafes

angeboten. Zu den Gadgets, die für einen besseren

Schlaf sorgen sollen, gehören Kuschel-Schlafroboter,

die synchron mit den Schlafenden atmen,

Gewichtsdecken, Lichtmetronome, Stirnbänder

zur Stimulation der Gehirnströme, intelligente

Schlafmatten und vieles mehr. Alle suggerieren

den Käufern die Auflösung von Schlafproblemen,

einen tiefen und festen Schlaf sowie mehr Leistungsvermögen

am Tage. Allerdings sind die allerwenigsten

dieser Gadgets wissenschaftlich erprobt

und in ihrer Wirksamkeit evaluiert. Trotzdem

könnten derartigen Methoden in der Zukunft eine

wichtige Rolle in der Behandlung von Menschen

mit Schlafstörungen zukommen. Werden sie nach

wissenschaftlichen Kriterien entwickelt und in

ihrer Wirksamkeit überprüft, könnten diese einen

wichtigen Baustein in der Behandlung von Patienten

darstellen.


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Schläfst du noch oder trackst du schon?

Immer mehr Menschen nutzen Wearables und Apps, um ihren Schlaf zu tracken und mehr über das eigene Schlafverhalten

herauszufinden. Doch was sagen die gewonnenen Daten und wie wertet man sie sinnvoll aus? Mit dem bundesweit ersten

Professor für Schlafmedizin und Telemedizin, Prof. Dr. med. Christoph Schöbel, sprachen wir darüber, worauf zu achten ist.

Text Miriam Rauh

Prof. Schöbel, das Thema „Schlaftracking“

ist in vielen Schlafzimmern

angekommen. Welche Möglichkeiten

gibt es?

Neben Smartwatches, mit denen man

durch Schlaftracking Aussagen zum eigenen Fitnesslevel

und zur Selbstoptimierung erhält, gibt

es mittlerweile die Möglichkeit, mit integrierten

Sensoren die Sauerstoffwerte im Schlaf zu tracken.

Das kann auch für uns als Schlafmediziner hilfreich

sein, weil längere Zeiträume beobachtet und

z. B. Atemaussetzer identifiziert werden können.

Allerdings sind diese noch nicht als Medizinprodukt

zugelassen – daher können wir uns auf

diese Werte noch nicht verlassen. Darüber hinaus

gibt es erste Präventions-Apps für Menschen mit

Schlafproblemen, die von den Krankenkassen

bezahlt werden. Sie dienen dazu, klinisch relevanten

Schlafstörungen möglichst schon im Vorfeld

entgegenzuwirken, sodass diese gar nicht erst

entstehen. Neben bestimmten Voraussetzungen

für guten Schlaf, muss man immer individuell

betrachten, was hilft. Letztlich ist immer

Entspannung der Schlüssel für einen gesunden

Schlaf.

Wie zuverlässig sind die Daten, die beim

Schlafen aufgenommen werden?

Nur zertifizierte Medizinprodukte, die man an

der speziellen CE-Kennzeichnung erkennt, garantieren,

dass man valide Werte bekommt, anhand

derer sich etwa eine Diagnose stellen oder weiter

differenzieren lässt. Auch andere Apps und

Wearables aus dem Lifestyle-Bereich können

interessante Hinweise geben – aber hier sind

die Ergebnisse nicht gegen die etablierten Standardmessungen

verglichen, also nicht so genau

oder unzuverlässig. Erste Initiativen wie z. B.

die Initiative „Trusted Health Apps“ der Bertelsmann-Stiftung

machen öffentlich, welche Apps

vertrauenswürdig oder medizinisch nutzbar sind,

um Anwendern sowie auch Ärzen Orientierung

zu geben.

Präventions-Apps, die von den

Krankenkassen bezahlt werden,

dienen dazu, Schlafstörungen

möglichst schon im Vorfeld

entgegenzuwirken, sodass sie gar

nicht erst entstehen.

Welche Arten von Schlaftracking sind aus

schlafmedizinischer Sicht sinnvoll?

Wenn man eine Rückmeldung zu seinen Schlafgewohnheiten

bekommen kann, ist das ja primär

erst einmal positiv zu bewerten und die Daten

können zum Teil ja auch für uns als Schlafmediziner

interessant sein. Natürlich ist es aber

eine Typfrage, ob Schlaftracking sinnvoll ist.

Die subjektive Wahrnehmung des Schlafs spielt

nämlich häufig eine größere Rolle als eine vermeintlich

objektive Schlafmessung. Und da die

meisten der Schlaftracker nicht gegen die etablierten

klinischen Messmethoden verglichen

wurden, ist häufig nicht klar, ob die Tracker wirklich

das messen, was sie vorgeben zu messen.

Auf diese Weise können vermeintlich schlechte

Messergebnisse dieser Schlaftracker bei Menschen

mit Schlafproblemen zu noch mehr Stress

führen und eventuell sogar eine ungünstige

Spirale mit weiterer Verschlechterung der subjektiven

Schlafqualität auslösen.

Gibt es Anzeichen oder Warnsignale, bei

denen man einen Arzt aufsuchen sollte?

Wenn man regelmäßig Ein- und Durchschlafstörungen

hat, nicht erholt aufwacht oder tagsüber

müde ist, obwohl man dem Schlaf genügend

Raum und Zeit gegeben hat, sollte man das

abklären lassen. Nicht nur Unruhe, Ängste oder

Stress, auch Begleiterkrankungen, bestimmte

Medikamente, Alkohol oder Drogen wirken sich

ungünstig auf Schlaf aus. Von einer Schlafstörung

spricht man, wenn die Beschwerden länger als

drei Monate bestehen. Erste Anlaufstelle sind

in der Regel Hausärzte, die ggf. auch weiter an

Schlafmediziner überweisen können.

Univ.-Prof. Dr. med.

Christoph Schöbel

Leiter des Schlafmedizinischen

Zentrums in Essen

Professor für

Schlaf- und Telemedizin,

Facharzt

für Innere Medizin

/ Kardiologie /

Schlafmedizin

Somnologe (DGSM,

ESRS), Hypertensiologe

(DHL)

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Schlafen fühlt sich für dich wie reine Zeitverschwendung an und du würdest am liebsten 24/7

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Ohne Schlaf keine Leistung!

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Erholsamer Schlaf ist ein unverzichtbarer Baustein für eine hohe, optimale

Leistungsfähigkeit und ein gesundes Leben. Zwar erscheinen wir

im Schlaf völlig passiv – unser Körper läuft währenddessen aber auf

“Hochtouren”. Denn Körper und Geist nutzen unsere Ruhephasen, um

sich aktiv zu erholen und zu regenerieren. Eine ausreichend lange und

erholsame Nachtruhe ist daher essenziell wichtig für Hirnfunktion, Muskelregeneration,

Immunsystem und Stoffwechsel. Im Schlaf werden die

Eindrücke des Tages verarbeitet, gelerntes Wissen verinnerlicht und Regenerationsprozesse

in den Zellen von Gehirn und Körper durchgeführt.

Das führt dazu, dass wir uns am nächsten Tag im Idealfall ausgeruht und

voller neuer Energie fühlen. Auch Muskeln wachsen erst in der Nacht

nach dem Training – im Schlaf werden u. a. Wachstumshormone ausgeschüttet,

die den Muskel stärker werden lassen. Zudem dankt dir dein

Immunsystem: Die Abwehrfunktionen deines Körpers werden gesteigert

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Aufzeichnung deiner Schlafdaten. Aufbauend auf diesen Daten erhältst

du wissenschaftlich fundierte und personalisierte Tipps sowie Life-

Hacks, um langfristig gesund und erholsam zu schlafen. Schlaf ist neben

Ernährung und Bewegung der entscheidende Faktor für ein gesundes

Leben. Optimierst du deinen Schlaf, werden auch deine Konzentrationsund

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4

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DIE RICHTIGE TEMPERATUR IST

ENTSCHEIDEND!

Die Qualität des Schlafes wird unter

anderem von einem Faktor beeinflusst:

der richtigen Temperatur. Dabei geht es

aber nicht nur um die Raumtemperatur

im Schlafzimmer, sondern auch um die

passende Temperatur im Bett, die durchaus

auch durch passende Decken, Kissen,

Bettwäsche und Ähnliches positiv beeinflusst

werden kann.

5 Tipps für die richtige Temperatur für

einen gesunden und erholsamen Schlaf:

• Die Raumtemperatur sollte zwischen

16 und 19 Grad liegen, es sollte also

eher etwas kühler im Schlafzimmer

sein. Denn so kann der Körper höhere

Mengen an Melatonin ausstoßen

und das Einschlafen fällt leichter.

Zudem sollte auf eine ausreichende

Sauerstoffzufuhr geachtet werden,

regelmäßiges Lüften trägt hierzu bei.

• Eine atmungsaktive Matratze sorgt

dafür, dass die Luft gut zirkulieren

kann und sich keine Feuchtigkeit

im Inneren der Matratze staut. In

der Hinsicht haben Federkernmatratzen

kühlende Eigenschaften,

Kaltschaummatratzen sind eher für

Frostbeulen geeignet.

• Auch die Bettdecke hat einen entscheidenden

Einfluss auf die richtige

Temperatur im Bett: Im Winter

kommen eher wärmende Decken

etwa mit Daunenfüllung zum Einsatz,

im Sommer leichte Decken, die

die Feuchtigkeit nach außen leiten.

Zudem gibt es mittlerweile spezielle

Decken, die die Temperatur durch

den Einsatz hoch entwickelter Materialien

regulieren können.

• Kissen werden oft unterschätzt: Auch

hier können temperaturregulierende

Materialien helfen, die Schlaftemperatur

im Bett optimal zu halten.

• Und zu guter Letzt sollte auch bei der

Wahl der Bettwäsche darauf geachtet

werden, dass die geeigneten

Materialien zum Einsatz kommen.

Die Bedeutung von gesundem Schlaf

und wie die passende Schlafroutine helfen kann

Text Markus Kamps

Obwohl wir etwa ein Drittel unseres Lebens

schlafend verbringen, ist der Schlaf für

die meisten von uns immer noch ein

Rätsel. Es gibt viele Theorien über den Zweck

des Schlafes, aber keine ist endgültig bewiesen

worden. Wissenschaftler sagen, dass unser

Schlaf beeinflusst, wie wir uns fühlen und wie

leistungsfähig wir sind, aber sie können nicht

genau sagen, warum das so ist. Eine der ältesten

Theorien besagt, dass wir schlafen, um unseren

Körper zu reparieren und zu entspannen. Andere

sagen, dass der Schlaf eine Zeit der Meditation

und der Erinnerung ist. Eine jüngere These

besagt, dass wir schlafen, um unseren Geist zu

erhellen und unsere Gedanken zu ordnen. Was

auch immer der Zweck des Schlafs sein mag – er

ist offensichtlich wichtig für unser Wohlbefinden

und unsere Leistungsfähigkeit.

Warum ist eine Schlafroutine wichtig?

Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, denn

es ist nicht nur wichtig, genug zu schlafen, sondern

auch, das in einem regelmäßigen Muster

zu tun. Eine gute Nachtruhe und regelmäßige

Schlafroutinen können helfen, Stress abzubauen,

Konzentration und Kreativität zu steigern sowie

Energie und Wohlbefinden zu verbessern. Wenn

man seinen Schlafrhythmus mit der Zeit beibehalten

kann, kann man ein solides Fundament

für ein gesundes Leben schaffen.

Tipps für die Entwicklung einer erfolgreichen

Schlafroutine

• Schaffen Sie eine Routine vor dem

Zubettgehen: Um den Körper dazu zu bringen,

sich an die neue Routine anzupassen,

ist es am besten, 30 bis 60 Minuten vor dem

Schlafengehen dieselben Dinge zu tun. Dinge

wie Lesen oder Meditation bereiten den

Körper auf das Einschlafen vor. Dieser Vorgang

kann helfen, schneller einzuschlafen.

• Halten Sie Ihr Bett für den Schlaf reserviert:

Verbinden Sie Ihr Bett nicht mit Tätigkeiten

wie Fernsehen oder Arbeit. Setzen Sie

stattdessen feste Zeiträume, in denen Sie

im Bett liegen, und versuchen Sie einzuschlafen.

So lernt der Körper, dass es ins

Bett geht, um zu schlafen, und nicht, um

andere Aktivitäten auszuüben.

• Vermeiden Sie Koffein und andere

Stimulanzien sowie Alkohol vor dem

Zubettgehen: Denn das kann die Fähigkeit

beeinträchtigen, schnell einzuschlafen und

die Qualität des Schlafes beeinflussen.

• Befeuchten Sie die Luft im Raum und

achten Sie auf die richtige Temperatur:

Trockene Luft kann Atembeschwerden verschlimmern

und somit auch die Qualität

des Schlafs beeinträchtigen. Luftbefeuchter

oder Schalenfüller mit Wasser können

Abhilfe schaffen. Auch die Zimmertemperatur

sollte nicht mehr als 19° C betragen, um

einer Überhitzung vorzubeugen und unnötiges

Schwitzen zu vermeiden.

• Finden Sie heraus, wie viel Schlaf Sie

brauchen: Die meisten Menschen benötigen

sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht,

aber manche Menschen brauchen mehr

oder weniger. Experimentieren Sie ein bisschen

und finden Sie heraus, welche Menge

an Schlaf für Sie optimal ist.

• Halten Sie Ihr Schlafzimmer dunkel und

ruhig: Versuchen Sie, Lärm und Helligkeit

so weit wie möglich von Ihrem Schlafzimmer

fernzuhalten. Wenn Sie Geräusche oder

Licht nicht vollständig ausschalten können,

investieren Sie in Ohrstöpsel oder Vorhänge,

die das Licht abblocken.

Fazit:

Eine Schlafroutine ist wichtig, weil sie uns hilft,

den Tag zu strukturieren und unseren Körper

und Geist auf die Nacht vorzubereiten. Eine

schlechte Schlafroutine hingegen kann unseren

Tag durcheinanderbringen und uns müde und

gestresst fühlen lassen. Wir können schlechter

arbeiten, unsere sozialen Kontakte leiden unter

unserer Müdigkeit und wir fühlen uns allgemein

schlechter. Wenn wir eine gute Schlafroutine

haben, können wir uns besser entspannen und

die Nacht durchschlafen. Eine gut durchdachte

und konstante Schlafroutine hilft nicht nur beim

Einschlafen – sie hält auch den gesamten Tag lang

an! Wenn Sie jeden Abend immer zur gleichen

Zeit ins Bett gehen, passen Sie Ihren biologischen

Rhythmus an – sowohl physisch als auch emotional.

Zudem unterstützen Sie Ihr Immunsystem.

Markus Kamps

Fachexperte für

Gesundheitsthemen

Schlaf, Stress und

Fachdozent für

Bettwaren

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Jeder Mensch empfindet Klimakomfort anders und schwitzt

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Warum wachen wir morgens müde auf?

Durch eine veränderte Raumtemperatur, unterschiedliche

Schlafphasen und eine reduzierte körperliche Aktivität ist der

menschliche Körper im Verlauf der Nacht unterschiedlichen

Temperaturschwankungen ausgesetzt. Der Körper friert oder

beginnt zu schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren.

Diese ständige Aktivierung der Körperfunktionen kann einen

erholsamen, tiefen Schlaf und nächtliche Erholung verhindern.

Thermoregulierende Bettwaren können Abhilfe schaffen:

Bettwaren von SleepCOOL nehmen Körperwärme auf, speichern

sie und geben sie bei Bedarf wieder ab. Sie wirken wie ein

Wärme-Puffer und setzen proaktiv an, also noch bevor der Körper

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5

Der unterschätzte Wert des Bettes

Welche Einflüsse unser Bett und die Schlafumgebung auf unseren Schlaf haben

Text Markus Kamps

Schlafcoach Markus Kamps spricht über die Bedeutung

der vier Elemente (Zudecke, Matratze, Lattenrost und

Kissen) eines Bettes: Eine optimale Abstimmung dieser

vier Elemente aufeinander ist von bedeutender Wichtigkeit.

Die Zudecke zum Beispiel hat eine große, oft vergessene

Bedeutung für das perfekte Bettklima und darf daher

nicht unberücksichtigt bleiben. Schließlich macht 70 % des

Bettklimas die perfekte Bettdecke aus. Das heißt, selbst mit

der besten kühlen Matratze (etwa mit einem guten Taschenfederkern)

kann ich ins Schwitzen kommen, wenn die

Zudecke nicht passt oder zu alt ist. Das Bettklima hat entsprechende

Auswirkungen auf die Schlafphasen und das

Aufwachen, besonders in der zweiten Nachthälfte. Auch die

Festigkeit von Matratzen hat Auswirkungen auf das Durchschlafen.

Hier zeigen Studien, dass Schläfer kürzer schlafen,

wenn sie auf zu festen bzw. zu harten Untergründen liegen.

Dies erklärt sich dadurch, dass man sich hin und her wälzt,

dann Gefäße „abgeklemmt“ werden können oder zu viel

Druck auf bestimmte Stellen ausgewirkt wird. Um dieser

Situation zu entgehen oder eine Entlastung herbeizuführen,

wird die Schlafmotorik erhöht oder man wacht einfach zu

viel auf.

Oft wird im Zusammenhang mit der Matratze auch der einstellbare

oder mechanisch verstellbare Lattenrost (oder die

Unterfederung, wie es neuerdings heißt) vergessen. Die

Abstimmung von Unterfederung und Matratze verbessert

die Wirkung am Menschen teilweise um 20, 30, ja sogar bis

zu 40%. Das bedeutet: Eine flexible Matratze aus Latex oder

Schaum kann durch eine gute Kombination mit einer Unterfederung

von gut ausgebildetem Fachpersonal eingestellt

werden und insbesondere für ein Stützen im Lendenwirbelsäulenbereich

und für Entlastungen der Schulterpartien in

ihrer Wirkung verbessert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass gerade oft die

Kissen zu wenig im Zusammenhang mit der Nackentiefe,

Schulterbreite und Matratzenfestigkeit ausgewählt werden

und leider zu oft zu hoch gewählt werden. Das belastet dann

den Rücken zu stark. Die Zudecke sollte immer in Abstimmung

zum Schlafraumklima, Wärmetyp (Hitzer, Schwitzer,

Frierer) ausgewählt werden und die Härte der Matratze mit

berücksichtigt werden. Die Matratze sollte je nach Körperbau,

Schlaflage, Klimatyp und nach körperlichen Besonderheiten

und Schmerzbereichen ausgewählt und unter Zuhilfenahme

einer guten Unterfederung verbessert werden.

Dann wird der Bettenkauf zum erfolgreichen Gesundheitseffekt

und nicht zum vierten Fehlkauf in Folge. Na, dann

gute Nacht … Im Bedarfsfall folgen Sie unserem Konfigurator

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Open in Bad Salzuflen statt. Die Messe ist

heute eine der größten Verbandsmessen

für die Betten- und Haustextilindustrie. Eine

Besonderheit der Messe sind immer wieder

die Ausstellungsflächen der ABK Future Store

GmbH, die neue Konzepte und Werkzeuge für

den stationären Handel entwickelt und präsentiert.

Die digitale Verknüpfung zwischen

stationärem und Onlinehandel ist mittlerweile

fester Bestandteil der ABK Open.

www.abk-open.de

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Schlaflos in Deutschland:

Was tun bei Schlafstörungen?

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit – sie beeinträchtigen den Alltag vieler Deutscher: Laut der DAK haben 80

Prozent der Arbeitnehmer hierzulande Schlafstörungen – bei fast jedem Zehnten wiegen diese schwer. 1 Im Interview

erklärt Prof. Dr. med. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité Berlin, was

es mit der Insomnie auf sich hat und was man tun kann, um mit dieser Schlafstörung besser ein- und durchzuschlafen.

Text Doreen Brumme

Prof. Dr. med.

Ingo Fietze

Leiter des Interdisziplinären

Schlafmedizinischen

Zentrums

der Charité Berlin

Prof. Dr. Fietze, schläft Deutschland

schlecht?

Wir beobachten eine starke Zunahme

von Schlafstörungen bei Jung und

Alt. Die Ursachen dafür sind vielfältig,

die Folgen schwerwiegend – sowohl für

den Einzelnen als auch für die Gesellschaft als

Ganzes: Eine Bevölkerung, die immer müder

wird, schwächelt und kränkelt auf allen Ebenen.

Aber Schlafstörung ist nicht gleich Schlafstörung?

Wir unterscheiden sechs Schlafstörungen: Insomnie

(Ein- und Durchschlafprobleme, frühes

Erwachen), Atmungsstörungen (Schnarchen,

Schlafapnoe), Bewegungsstörungen („unruhige

Beine“), zirkadiane Schlafstörungen (Jetlag,

Schichtarbeit), Parasomnie (Albträume, „Nachtschreck“,

Schlafwandeln“) und Hypersomnie

(starke Müdigkeit tagsüber trotz viel Nachtschlaf).

Die Insomnie zählt zu den häufigsten

Schlafstörungen weltweit, laut der Deutschen

Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

(DGSM) 2 leiden fünf bis zehn Prozent der

Deutschen über einen längeren Zeitraum daran.

Wie zeigt sich eine Insomnie?

Betroffene haben Probleme mit dem Ein- und

Durchschlafen und wachen zu früh auf. Wir

sprechen von einer Insomnie, wenn der Mensch

in der Woche mindestens drei Mal länger als

eine halbe Stunde zum Einschlafen und/oder

Wiedereinschlafen (Durchschlafen) braucht

und/oder weniger als sechs Stunden schläft,

also regelmäßig (zu) früh am Morgen erwacht.

Chronisch wird die Insomnie, wenn sie länger

als drei Monate andauert.

Lässt sich der Schlaf nachholen?

Schlaf, der einem unter der Woche mal fehlt,

lässt sich bestenfalls am Wochenende nachholen.

Doch auf Dauer funktioniert das Nachschlafen

nicht.

Fünf bis zehn Prozent der

deutschen Bevölkerung

leiden über einen längeren

Zeitraum an Insomnie.

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Erstens sollte man sich gut informieren und

herausfinden, was einem den Schlaf raubt. Als

Autor sage ich, man kann ein Buch lesen und

sich informieren. Es gibt aber auch Patienteninformationen

zu Schlafstörungen im Internet,

zum Beispiel von der DGSM 3 . Dort finden sich

auch Tipps dazu, was man tun und lassen sollte,

um besser zu schlafen – angefangen bei der Ernährung

über Bewegung, Stressmanagement,

Medienkonsum bis hin zur richtigen Schlafumgebung.

Bringen all diese Tipps keinen besseren

Schlaf, lohnt sich zweitens ein Blick auf die psychische

Verfassung: Ein Gespräch mit einem

Experten (Psychologe, Psychotherapeut, Heilpraktiker

und andere) bringt mitunter mögliche

psychische Ursachen und dementsprechende

Behandlungsideen für die Schlafstörungen zutage,

beispielsweise Sorgen, Ängste oder Erkrankungen

wie Depressionen. Drittens ist der Gang

in die Apotheke ratsam: Dort gibt es zum Beispiel

Tees, Tropfen, Tabletten oder Kapseln mit

beispielsweise Baldrian, Hopfen und Melisse –

Heilpflanzen, die in der Naturheilkunde als

bewährte Einschlafhilfen gelten.

Und wenn das alles nichts hilft?

Dann ist es Zeit, einen Experten für Insomnie

aufzusuchen – allerdings gibt es davon nicht

viele. Zu uns in die Charité kommen die Patienten

von überallher, wir haben hier leider einen

echten Versorgungsmangel in Deutschland. Für

rasche Abhilfe ist es für die Betroffenen aber

wichtig, dass sie einen Schlafmediziner finden,

der sich mit Insomnie auskennt. Die DGSM zum

Beispiel listet auf ihrer Seite entsprechende

Adressen auf.

Wie behandelt die Schlafmedizin Schlafstörungen

wie die Insomnie?

Eine schwere Insomnie bedeutet, dass der

Körper dauerhaft entweder zu wenig Schlafstoff

oder zu viel Wachstoff bereitstellt.

Diese Fehlfunktionen lassen sich medikamentös

beheben – mit einem passenden Schlafmittel.

Hier verschreibt man zunächst ein schwaches

Präparat und steigert die Medikation gegebenenfalls

mit einem stärkeren Mittel. Betroffene sollten

neben einem kompetenten Schlafmediziner

unbedingt auch Geduld mitbringen, um das zu

ihnen und ihrem Alltag passende Schlafmittel

zu finden.

Muss man die Schlaftabletten dann ein

Leben lang schlucken?

Bei einer schweren chronischen Insomnie

kommt man da nicht drum herum, denn die

beschriebenen Fehlfunktionen des Körpers bestehen

dauerhaft.

Was ist bei der Einnahme von Schlaftabletten

zu beachten?

Zunächst einmal sollte man das schlechte Image

der Schlaftablette ignorieren: Bei einer körperlichen

Fehlfunktion wie Bluthochdruck oder

Diabetes schluckt man ja auch Medikamente!

Und dann ist es wichtig, dass die Schlaftablette,

insbesondere bei Einschlafstörungen, nur dann

eingenommen wird, wenn die Müdigkeit aufkommt

– das ist etwa alle anderthalb Stunden

der Fall. Denn alle verfügbaren Tabletten erzwingen

keinen Schlaf, sondern sie verstärken nur

die natürliche Müdigkeit und fördern den Schlaf.

Das bedeutet für Betroffene, dass sie ihren individuellen

Wach-Schlaf-Rhythmus gut kennen

müssen, damit das Mittel bestmöglich wirkt.

Sollte die Wirkung eines einmal gefundenen

Schlafmittels nachlassen, ist erneut der Spezialist

aufzusuchen.

Keine Eigenexperimente bitte!

1

https://www.dak.de/dak/bundesthemen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-2108960.html# 2 https://idw-online.de/de/news777301 3 https://www.dgsm.de

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Immer mehr Menschen in Deutschland können nachts nicht

mehr schlafen. Studien zufolge leiden bis zu 10 % unter klinisch

relevanten Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie).

Das kann extrem belastend sein – Betroffene wachen oft völlig

erschöpft auf und fühlen sich deutlich weniger leistungsfähig. Dazu

die Angst vor der nächsten schlaflosen Nacht. Auf Dauer können

unbehandelte Schlafstörungen das Risiko für zahlreiche körperliche

und psychische Erkrankungen erhöhen.

Aber wo gibt es jetzt wirksame Hilfe, kostenfrei und ohne Warteliste?

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7

Gut geschlafen? Natürlich!

Schlafstörungen sind ein weitverbreitetes Problem, mittlerweile kann man fast von einem

Volksleiden sprechen. Welche Wirkstoffe helfen können, um ein gesundes und erholsames

Schlafverhalten zu unterstützen, erklärt der Fachapotheker Dr. Stefan Noé im Interview.

Text

Miriam Rauh

Dr. Stefan Noé

Fachapotheker für

Pharmazeutische

Analytik und Arzneimittelinformation

Herr Dr. Noé, wie häufig lassen sich in Ihrer Apotheke

Menschen zum Thema Schlafstörungen beraten?

Es kommen täglich Kunden, die nach Einschlafhilfen fragen.

Die Corona-Pandemie hat vielen Menschen gesundheitliche

Sorgen bereitet, auch fürchteten etliche um ihren Arbeitsplatz. Aktuell

sind viele durch die Inflation von wirtschaftlichen Ängsten geplagt. Sie

können nicht gut abschalten, die Gedanken kreisen und sie schlafen

schlecht. Apotheken sind hier eine niederschwellige Anlaufstelle, die

Kunden zu diesen Themen berät.

Wie finden Sie als Apotheker heraus, was Ihren Kunden helfen kann?

Wichtig ist, dass man das Beratungsgespräch in einer ruhigen Atmosphäre

führt und offene Fragen stellt, um herauszufinden, was das Problem ist.

Mit etwas Erfahrung lässt sich meist gut einschätzen, ob Unruhe oder

Ängstlichkeit die Ursache sein könnten oder ob etwas anderes zugrunde

liegt. Insbesondere ältere Patienten nehmen beispielsweise oft Arzneimittel

ein, die für Unruhe verantwortlich sein können. Man sollte im

Beratungsgespräch sehr aufmerksam sein, um Nebenwirkungen durch

Medikamente oder auch organische Ursachen auszuschließen.

Gegebenenfalls muss man an einen Arzt verweisen, aber in vielen Fällen

können wir weiterhelfen.

Welche natürlichen Wirkstoffe können bei Ein- und Durchschlafproblemen

helfen, und wo setzen diese Wirkstoffe an?

Es gibt eine Reihe natürlicher Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkprofilen,

die gut helfen. Bei pflanzlichen Arzneimitteln kommt es auf die

Zubereitung an; eine Teezubereitung ist nicht vergleichbar mit einem

konzentrierten Extrakt. Wir unterscheiden im Wesentlichen drei Einsatzbereiche:

Bei Jetlag z. B. hilft Melatonin, es wird bei einem verschobenen

Tag-Nacht-Rhythmus nach einer Fernreise unterstützend eingenommen.

Melatonin ist allerdings keine klassische Schlaf- oder Beruhigungshilfe,

für diese Bereiche gibt es Wirkstoffe, die besser geeignet sind.

Wenn z. B. Unruhe, Angst oder Stress die Schlafbeschwerden auslösen,

empfehle ich meist ein Lavendelöl-Präparat. Vergleichsstudien zeigen,

dass Lavendelöl-Präparate genauso wirksam sein können wie chemische

Beruhigungsmittel, aber nicht deren Nebenwirkungen haben, sie haben

auch kein Abhängigkeitspotenzial. Wichtig ist, dass das Lavendelöl eine

besondere Qualität hat, der Wirkstoff muss konzentriert sein. Andere

Kunden wiederum kommen mit Einschlafproblemen zu uns. Sie finden

schwer in den Schlaf oder wachen nachts auf und können dann nicht

mehr einschlafen. Hier kann eine Kombination aus Baldrian und Hopfen

hilfreich sein. Baldrian wirkt beruhigend, der Hopfen eher schlafanstoßend,

beide wirken im Zusammenspiel. Es gibt verschiedene

Kombinationspräparate, die Baldrian und Hopfen enthalten, sich aber

stark unterscheiden, je nachdem wie die Inhaltsstoffe aufbereitet sind.

Können solche Arzneimittel mit natürlichen Wirkstoffen ohne

Bedenken auch über einen längeren Zeitraum eingenommen

werden?

Grundsätzlich ja. Aber es ist wichtig, dass man die Ursache des Schlafproblems

klärt. Wenn die Beschwerden länger anhalten, sollte man mit

dem Hausarzt sprechen. In manchen Fällen kann auch eine Psychotherapie

Linderung verschaffen.

Wie steht es um die Verkehrstüchtigkeit nach Einnahme der

natürlichen Präparate?

Was das Lavendelöl betrifft – hier ist am nächsten Tag nicht mit einem

Hangover zu rechnen. Auch die Hopfen-Baldrian-Kombination ist gut

verträglich, man sollte sie aber nicht in der zweiten Nachthälfte nehmen,

wenn man am nächsten Tag Auto fahren oder Maschinen bedienen muss.

Wird das Hopfen-Baldrian-Präparat abends eingenommen, werden in

der Regel am nächsten Tag keine Probleme auftreten. Wichtig zu wissen

ist auch: Weder beim Lavendelöl noch bei der Baldrian-Hopfen-Kombination

gibt es eine Wirkverstärkung durch Alkohol.

FOTO: SHUTTERSTOCK_2139901803

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Schnarchen und Schlafapnoe:

Wann das nächtliche Sägen gefährlich werden kann

FOTO: SHUTTERSTOCK_1032410731

Text Hanna Sinnecker

Schnarchen ist lästig: sowohl für den

Schnarcher selbst, dessen Schlaf immer

wieder unterbrochen wird, als auch für

den Partner, den das nächtliche Sägen aus

dem Schlaf reißen kann. Je älter man wird,

umso mehr steigt die Gefahr, dass man

selbst nachts schnarcht: Laut dem Deutschen Berufsverband

der Hals-Nasen-Ohrenärzte schnarcht mit zunehmendem

Alter jeder und jede zweite Deutsche.

Wie entsteht das lästige Schnarchgeräusch?

Das störende Geräusch entsteht durch eine Verengung

der Atemwege im Rachen, wenn die Muskulatur im

Schlaf entspannt. Zungengrund und Rachen berühren

sich und flattern im Luftstrom, das nächtliche Sägekonzert

beginnt. Besonders wenn der Schnarcher auf dem

Rücken liegt, kann sich das Geräusch verstärken, denn

dann kann der Kiefer nach unten klappen und die Zunge

nach hinten in den Rachenraum rutschen. In vielen

Fällen ist die nächtliche Schnarcherei gesundheitlich

ungefährlich. Doch in manchen Fällen können ernsthafte

gesundheitliche Probleme dahinterstecken.

Wann Schnarchen gefährlich werden kann

Wenn das Schnarchen ungewöhnlich laut oder unregelmäßig

ist oder Atemaussetzer hinzukommen, dann

sollte das Problem auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Denn dann kann eine sogenannte Schlafapnoe hinter

den Problemen stecken, die sehr gefährlich werden

kann. Denn durch die Blockierung der Atemwege und

die damit einhergehenden Atemstillstände bekommen

Körper, Herz und Gehirn zu wenig Sauerstoff. Dadurch

steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie

Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall. Zudem

ist der Schlaf für Betroffene nicht erholsam, da er

teils bis zu 30-mal pro Stunde unterbrochen wird. Die

Folge ist eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, sodass

Schlafapnoiker tagsüber einfach einschlafen. Passiert

das beispielsweise am Steuer, kann das lebensgefährlich

werden.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Das Problem ist, dass viele Menschen, die an einer

Schlafapnoe leiden, nicht diagnostiziert sind. Laut

Schätzungen sind in Deutschland vier Millionen Menschen

betroffen, der Großteil von ihnen weiß von der

Erkrankung nichts. Oftmals sind es eher die Partner,

die zum Arztbesuch drängen. Treten die oben genannten

Probleme wie sehr lautes Schnarchen oder Atemaussetzer

auf, sollte in jedem Fall der Arzt aufgesucht werden.

In vielen Fällen ist die

nächtliche Schnarcherei

gesundheitlich

ungefährlich.

Doch in manchen

Fällen können

ernsthafte

gesundheitliche

Probleme

dahinterstecken.

Ist die Diagnose Schlafapnoe gestellt, ist die Erstlinientherapie

die sogenannte CPAP-Therapie: Über ein Gerät

mit einer Maske, die Betroffene nachts tragen, werden die

Atemwege mit leichtem Überdruck offengehalten. Laut

aktueller Studienlage bricht allerdings etwa die Hälfte der

Betroffenen diese Therapie nach etwa drei Jahren aus verschiedenen

Gründen ab.

Für Betroffene, bei denen die CPAP-Therapie auf Dauer

nicht umsetzbar ist, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten

wie beispielsweise Kieferprotrusionsschienen,

die den Kiefer nach vorn schieben. Dadurch

wird die Rachenmuskulatur aktiviert und die Zunge

vorn gehalten, sodass die Atemwege beim Schlafen

frei bleiben. Diese Schienen werden ganz individuell

auf den Patienten oder die Patientin angepasst. Auch

ein sogenannter Zungenschrittmacher kann eine Option

für Schlafapnoiker sein: Bei diesem Verfahren wird

ein etwa streichholzschachtelgroßes Gerät im Brustbereich

implantiert, das mit Elektroden verbunden

ist. Diese Elektroden senden leichte Impulse an den

Zungennerv, was verhindern soll, dass die Zunge nach

hinten rutscht. Um festzustellen, ob diese Option für

Betroffene geeignet ist, wird vorab eine umfassende

schlafmedizinische Untersuchung durchgeführt. Das

Ziel aller Behandlungsansätze ist es, die nächtlichen

Atemaussetzer zu verhindern und so auch gefährlichen

Begleiterkrankungen vorzubeugen. Nehmen Sie das

nächtliche Sägen also nicht auf die leichte Schulter!

studiolh

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„Sie drohte

mit getrennten

Schlafzimmern.“

Wie wichtig guter Schlaf für das Wohlbefinden

ist, wird oft unterschätzt.

Wer schlecht schläft, ist tagsüber

oft müde und gereizt. Auch Sascha

Grabon (49) litt jahrelang unter unerträglichen

Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen

und Gereiztheit. Den

IT-Administrator aus Mönchengladbach

kostete es unglaublich viel Mühe

und Kraft, seinen Job sowie das Privatleben

zu meistern. Doch vor allem die

häufigen Atemaussetzer, nach denen

er nachts plötzlich aufwachte und

nach Luft schnappte, beunruhigten

seine Frau Amela.

DIAGNOSE SCHLAFAPNOE

Erst als Amela ihrem Mann getrennte

Schlafzimmer androhte, kam bei

Sascha der Punkt, etwas gegen das

Schnarchen und die Atemaussetzer

zu unternehmen. Sein Arzt überwies

ihn an ein Schlaflabor, dort erhielt er

die Diagnose Obstruktive Schlafapnoe

(OSA). Bei dieser Verengung der oberen

Atemwege erschlaffen der Zungenmuskel

und benachbarte Bereiche. Die

Atmung setzt aus. Es folgen kurze, körperliche

Weckreaktionen, die zu einem

nicht erholsamen Schlaf führen.

Standardmäßig kam auch bei Sascha

die CPAP-Maske zum Einsatz. Über 4 ½

Jahre lang probierte er ohne großen

Erfolg mehrere Masken aus. Dazu kam

diverses Zubehör. „All diese Jahre

schliefen wir zu dritt im Bett, meine

Frau, die Maske und ich. In ein Ehebett

gehören nur zwei, da ist einer zu viel,

die Maske!“, betont Sascha Grabon.

EINE WIRKSAME

ALTERNATIVE

Auf der Suche nach

einer Therapiealternative

stieß Sascha

über eine Schlafapnoe-Selbsthilfegruppe

auf die

innovative Therapiemethode

von Inspire.

„Ohne Maske. Dein

Schlaf. Dein Leben. –

Diese Worte waren wie Musik in meinen

Ohren“, erinnert er sich. Schnell

vereinbarte er über das Inspire Medical

Support Team einen Gesprächstermin

in einem Behandlungszentrum. Prof.

Dr. Ulrich Sommer, der am Helios Universitätsklinikum

Wuppertal auf die

Behandlung der Schlafapnoe spezialisiert

ist, hat den Zungenschrittmacher

bei Sascha eingesetzt. Nach Aktivierung

des Systems arbeitet der Zungenschrittmacher

im Einklang mit dem

natürlichen Atemrhythmus. Dieser wird

während des Schlafens kontinuierlich

gemessen. Durch eine milde Stimulation

des Zungennervs werden so auf

natürlicher Grundlage die Atemwege

offengehalten und der Schlaf in seiner

Qualität unterstützt.

„Die Vorteile der Inspire Therapie sind,

dass man keine Maske tragen muss, das

Gesicht und die Atemwege bleiben frei.“

Prof. Dr. Sommer

EIN KNOPFDRUCK

KANN ABHILFE

SCHAFFEN

Die Therapie kann Sascha

über eine kleine Fernbedienung

selbst steuern: Auf

Knopfdruck aktiviert er das System

abends vor dem Zubettgehen – und

schaltet es am Morgen nach dem Erwachen

wieder ab. Während des Schlafens

spürt er die sanfte Stimulation gar

nicht. Seit dem Eingriff ist er

wie ausgewechselt, fühlt

sich ausgeruht und

das Leben bereitet

ihm wieder echte

Freude. „Den

Tag seitdem ich

wieder erholsam

durchschlafen

kann, feiern wir

wie unseren zweiten

Hochzeitstag“,

sagt er glücklich.

Sascha ist mittlerweile einer von 31.500

Menschen weltweit, die erfolgreich mit

der Inspire Therapie behandelt worden

sind. Die Kosten für die Therapie mit

dem Zungenschrittmacher werden

von den Krankenkassen übernommen.

94 % der Betroffenen sind mit der Therapie

sehr zufrieden 1 und würden die

Inspire Therapie definitiv weiterempfehlen

2 , so auch Sascha.

AUF EINEN BLICK – OSA

(Obstruktive Schlafapnoe)

OSA ist eine Volkskrankheit –

ca. 20 Mio. Menschen sind

in Deutschland betroffen 3

Sauerstoffmangel durch

Atemaussetzer führt zu

Stressreaktionen im Körper

Hauptsymptom: Tagesmüdigkeit

Mögliche Folgeerkrankungen

• Depression

• Typ2-Diabetes

• Herzinfarkt und Schlaganfall

• Bluthochdruck

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Weitere Informationen zur Obstruktiven Schlafapnoe und ihrer Behandlung sowie wichtige Sicherheitsinformationen finden Sie unter www.InspireSleep.de.

Hier erfahren Sie auch, in welchen Kliniken in der Nähe Ihres Wohnorts ein Zungenschrittmacher im Rahmen der Inspire Therapie implantiert werden kann.

Referenzen 1 Heiser C, Steffen A, Boon M et al. Post-approval upper airway stimulation predictors of treatment effectiveness in the ADHERE registry. Eur

Respir J 2019; 53(1):1801405 2 Maria V Suurna, MD, Armin Steffen, MD, Maurits Boob, MD et al. Impact of Body Mass Index and Discomfort on Upper Airway

Stimulation: ADHERE Registry 2020 Update, Laryngoscope, 131:2616–2624, 2021 3 Adam V Benjafield, PhD, Najib T Ayas, MD, et al. – Estimation of the global

prevalence and burden of obstructive sleep apnoea: a literature- based analysis, The Lancet Respiratory Medicine 2019.


10 Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

Schlaf-Wach-Rhythmus: So gibt Melatonin den Takt an!

Als Gegenspieler des Stresshormons Cortisol, das tags wach hält, ist das Hormon Melatonin wichtig für

gesunden Schlaf in der Nacht. Wie der Taktgeber den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und was man tun

kann, wenn dieser aus dem Takt gerät, lesen Sie hier.

MESSETIPP

Text Doreen Brumme

Was ist Melatonin und welche Aufgabe hat es

im Körper?

Melatonin ist ein Hormon, das den Schlaf-

Wach-Rhythmus steuert: Sobald es dunkel wird, fährt

der Körper die Produktion des Melatonins hoch,

sodass seine Konzentration ansteigt – bei jungen Menschen

ist der Melatoninspiegel nachts bis zu zwölfmal,

bei älteren bis zu dreimal höher als am Tag.

Den Anstieg des Melatonins versteht der Körper

als Signal, seinen Energieverbrauch zu drosseln – Stoffwechselaktivitäten,

Körpertemperatur und Blutdruck

sinken. Müdigkeit stellt sich ein.

Ein Mangel an Melatonin kann verschiedene Beschwerden

mit sich bringen, darunter Ein- und Durchschlafstörungen,

Stimmungsschwankungen, Migräne, Gedächtnisschwäche,

Sodbrennen, Depressionen. Auch ein

Zuviel an Melatonin ist problematisch. Zudem soll Melatonin

ein Antioxidans 1 sein – als Radikalfänger soll es

sogar Vitamin E locker in die Tasche stecken können

(doppelte Wirkung). Melatonin gilt daher auch als Anti-

Aging-Mittel. 2 Und es gibt Studien, die Melatonin im Rahmen

von Komplementärmedizin eine Anti-Krebs-Wirkung

zuschreiben. 3,4

Wo bildet der Körper Melatonin?

Wichtige Produktionsstätte für Melatonin ist die Zirbeldrüse,

die auf der Rückseite des Mittelhirns sitzt. In kleinen

Mengen stellen auch der Darm und die Netzhaut des Auges

Melatonin her. Ausgangsstoff für die Bildung von Melatonin

ist der Nervenbotenstoff Serotonin, der auch als „Glückshormon“

bekannt ist.

Melatonin findet sich in allen Zellen des Körpers, in höchster

Konzentration im Liquor (Körperflüssigkeit im zentralen

Nervensystem: Gehirn und Rückenmark).

Was beeinflusst die Bildung und Wirkung von

Melatonin?

Diese Faktoren beeinflussen den Melatoninspiegel im Körper:

• Als Melatoninsenker sind beispielsweise Koffein,

Alkohol und Nikotin bekannt – ebenso Sport

am Abend oder übermäßiger Stress. Und wer zur

Nacht entzündungshemmende, schmerzlindernde

und fiebersenkende Medikamente einnimmt, die dank

Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen

wirken, senkt auch damit das Melatonin im Körper.

Selten ist der Grund für einen Melatoninmangel fehlendes

Serotonin.

• Lichtarme Zeiten wirken als Melatoninerhöher: Sie

lassen den Melatoninspiegel dauerhaft ansteigen und

führen vermutlich zu den Stimmungstiefs, die als

„Winterblues“ und „Winterdepression“ verbreitet sind.

• Einige Nahrungsmittel sind gute Melatoninlieferanten,

zum Beispiel Getreide wie Hafer, Mais, Reis,

Weizen, Gerste, Cranberrys, Kirschen, Erdbeeren, Tomaten,

Bananen und viele Samen und Nüsse.

• Als Störer des Melatoninhaushaltes sind zwei besondere

Lebensumstände zu nennen: Schichtarbeit

und Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg. Beides

verschiebt den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus

– bei Schichtarbeitern stellt sich das „Schichtarbeitersyndrom“

ein, bei Reisenden der „Jetlag“.

Wann ist es sinnvoll, Melatonin einzunehmen?

Schwächer dosiertes Melatonin wird als Einschlafhilfe

und gegen Jetlag-Beschwerden in Form von Tees,

Kapseln, Tabletten und Sprays frei verkauft. Bei Schlafstörungen

verschreiben Ärzte in Deutschland, Österreich

und der Schweiz gegebenenfalls höher dosiertes Melatonin.

Grundsätzlich gilt, dass frei verkäufliche Einschlafhilfen

mit Melatonin den Schlaf nicht herbeiführen, sondern

lediglich das Einschlafen unterstützen können. Deshalb

sollte man sie auch erst dann einnehmen, wenn der

Körper von Natur aus ermüdet, denn schlägt das Melatonin

nicht an und wirken auch andere gängige

Einschlafhilfen nicht, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt

werden. Verschreibungspflichtiges Melatonin gegen

Schlafstörungen wirkt meist zeitversetzt (sogenannte

Retardwirkung). Es ist streng nach Anweisung des Arztes

einzunehmen. Wichtig zu wissen ist, dass das Medikament

nicht dauerhaft angewendet werden darf.

1

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16217125

2

https://wehrmed.de/humanmedizin/update-melatonin-aspekte-derchronobiologie-der-onkostatischen-antioxidativen-wirkung.html

3

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16207291

4

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26389506

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liegt dabei auf der Förderung der bestehenden

Gesundheit und darauf, einen bewussten Lebensstil

zu vermitteln. Die intersana kombiniert eine

Informationsplattform mit einem Event-Erlebnis

und bietet Impulsvorträge mit anschließenden

Podiumsdiskussionen mit bekannten Gesichtern

aus der Region. Die Besucher können sich auf viele

Highlights auf der Messe wie Live-Cooking-Shows

freuen, bei denen Sie von Ernährungsexperten

Tipps und Tricks lernen können, um gesünder und

nachhaltiger zu essen.

Ebenfalls biete die Gesundheitsmesse für die

Besucher, sich auf Fitness- und Bewegungsstationen,

selbst auszuprobieren und neue Sportarten

zu entdecken. Wie man ein gesundes und nachhaltiges

Leben in den eigenen vier Wänden führen

kann und warum Start-ups aus der Gesundheitsbranche

mit ihren innovativen Ideen und Produkte

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erfahren Sie alles auf der intersana.

Mehr Informationen über die Messe,

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Social-Media-Kanälen. Veranstaltet wird die

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ohne Schlaf reduziert sich die geistige und

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Herz-Kreislaufsystem sowie das Immunsystem

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nach, es kann zu Verdauungsbeschwerden

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